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Am Allzeithoch: Mein Zahltag-Depot im Februar 2026

Im Februar setzte sich die Rotation aus überbewerteten KI-Aktien in konservativere Werte fort, was dem S&P 500 eine negative Performance von rund 0,9% bescherte. Der Umschichtungsprozess führte dazu, dass mein Portfolio 4,68% an Wert gewann. Wichtig sind mir aber nicht die Buchgewinne, die auf dem Papier stehen, sondern der Cashflow, den meine Investments abwerfen. Wenn ich später einmal von meinem Cashflow meinen Lebensunterhalt bestreiten möchte, interessiert erst in zweiter Linie, wie groß mein Depot ist. In erster Linie kommt es mir darauf an, dass ich Jahr für Jahr ein auskömmliches, wachsendes Einkommen erhalte, ohne meine Investments angreifen zu müssen.

Cashflow generiere ich aus Dividenden, Optionsprämien und gelegentlichen Aktientransaktionen. Betrachten wir zunächst die Dividenden.

Meine Februar-Dividenden

1.728,16 Euro an Dividenden wurden im Laufe des Monats meinem Konto gutgeschrieben, gegenüber dem Februar des Vorjahres ein mageres Plus von nur 3,58%. Da ich bekanntlich eine zehnprozentige Wachstumsrate bei meinen Dividenden anstrebe, habe ich natürlich nach der Ursache für den schwachen Zuwachs gesucht. Was unterschied den Februar 2026 vom Februar 2025?

Einer meiner Monatszahler, STAG Industrial, hat seine Dividendenzahlungen von monatlichen auf quartalsweise Zahlungen umgestellt. Damit handelt es sich hier nur um eine Verschiebung – STAG hat ja beruhigender Weise in diesem Jahr die Dividende auch endlich einmal um einen nennenswerten Prozentsatz erhöht – nämlich um 4,02%. Die erhöhte Dividende fließt mir erstmals im April zu. Keine schlechte Nachricht, denn dieser Monat gehört eher zu den schwächeren Monaten im Jahresverlauf. Der zweite Punkt: Nur zwei Unternehmen glänzten mit gesteigerten Gewinnausschüttungen, die im Februar kassenwirksam wurden.

  • Das Biotechnologie-Unternehmen AbbVie überwies eine um 5,49% auf 1,73 Dollar gesteigerte Quartalsdividende. In meinem Depot komme ich damit auf eine Kostenrendite von 9,60% für dieses Investment. Seit meinem ersten Kauf ist die Dividende um 80% angehoben worden, dazu kommen Kursgewinne von bis zu 219% für die Position. Wermutstropfen: Ich habe nur 70 Aktien, kann aber auf dem aktuell überbewerteten Niveau auch nicht nachkaufen.
  • Die zweite Firma, die mir eine gesteigerte Dividende überwies, war Bristol Myers Squibb. Hier fiel die Anhebung mit 1,61% mau aus, trotzdem bin ich zufrieden, denn in meinem Depot rentiert mein Investment jetzt mit 6,02% p.a. Auch hier stehen Kursgewinne von mehr als 40% in den Büchern.

Ich halte trotz des verhaltenen Starts ins neue Jahr an meinem zehnprozentigen Wachstumsziel fest, denn schon im März könnte sich das Blatt wenden. Dann stehen 24 angehobene Gewinnausschüttungen auf dem Kalender. Leider aber auch der Wegfall der Dividende des Chemieunternehmens Lyondell Basell, das ich wegen der kräftig gekürzten Dividende bekanntlich verkauft habe.

Der Monat brachte 14 Zahltage, davon die genannten zwei Anhebungen. Das bringt die Bilanz für die ersten zwei Monate auf 52 Zahltage und 14 Dividendensteigerungen bei einer Kürzung. Dies sind die kassenwirksamen Zahlungen, nichts, was erst in den kommenden Monaten in meinem Depotkonto auftaucht.

 Mein projiziertes jährliches Dividendeneinkommen für die kommenden zwölf Monate stieg von 43.596,20 Dollar zum Jahresende auf inzwischen 45.518,34 Dollar, ein Plus von 4,4% innerhalb von zwei Monaten. Ende Januar hatte die Tachonadel bei 44.392,37 Dollar gestanden. Innerhalb eines Monats ging es mit dem projizierten Brutto-Dollar-Einkommen also um 2,5% aufwärts. Mein Ziel ist es, in diesem Jahr die Tachonadel wieder um 10% weiterwandern zu lassen, besser wäre es, sie sogar in Richtung 50.000 Dollar zu treiben, das ist eine schöne runde Summe. Aktuell erhalte voraussichtlich ich eine monatliche Dividendenrente von etwa 3.793 US-Dollar brutto.

Meine Aktientransaktionen

Einkommenssteigerungen kommen nicht nur durch die Dividendenanhebungen zustande. Ich reinvestiere die gezahlten Dividenden in bestehende und neue Positionen, solange ich nicht davon lebe.

Im Februar habe ich meine Positionen in Amcor, Open Text, General Mills, Medical Properties Trust vergrößert. MPT ist jetzt in meinem Depot eine volle Position von 5.500 Stück. Gekauft wurden auch 100 Stück der Aktie des Monats, des niederländischen Spezialdatenanbieters Wolters Kluwer. Das Unternehmen habe ich in einem separaten Video kürzlich vorgestellt. Verabschiedet habe ich mich von 120 Aktien von LyondellBasell, nachdem dort die Dividende um 49% gekürzt wurde. Auch dazu hatte ich vor einigen Wochen ein separates Video veröffentlicht. Investiert wurden also in Summe über 13.000 Dollar und weitere 6.640 Euro in meine erste europäische Aktie. Wie immer stammt das investierte Geld aus dem Cashflow meines Depots.

Meine dritte Cashflow-Quelle, der Optionshandel, brachte im Februar keinen positiven Ergebnisbeitrag. Ich habe etwa 2.401 Euro an Verlusten eingefahren, etwa 0,32% meines Kontos. Bei 24 Optionstrades musste ich nämlich zwei Puts mit massiven Verlusten schließen, die beiden Puts waren mir durch den Ausverkauf bei den Software-Unternehmen tief ins Geld gelaufen.

Die aktuell hohe Volatilität ist ein Mekka für Stillhalter, solange sie den Fokus auf das Risikomanagement richten und nicht auf die Gewinnmaximierung. Dann kann man aktuell schöne Positionen eröffnen und in einigen Monaten eine üppige Ernte dafür einfahren. Volatilität ist nämlich keine Risiko-Messgröße für mich, sondern in erster Linie ein Chancen-Generator: Fallende Aktienkurse sorgen für Einkaufschancen und hohe Optionsprämien, wenn man weiß, was man tut. Von mir aus könnte die Marktsituation ruhig noch ein paar Wochen so bleiben, wie sie derzeit ist. Denn das stetig einlaufende Geld sorgt dafür, dass ich günstige Einkäufe tätigen kann, ohne dass ich bestehende profitable Investments auflösen muss. So investiere ich seit Jahren, ohne einen einzigen Cent „frisches Geld“ auf mein Konto einzahlen zu müssen. Der Cashflow sorgt wie der Topf im Märchen vom „Süßen Brei“ immer wieder für genügend Geld in der Portokasse. Also: Bleibt am Ball, genießt den Cashflow und den Zinseszins.

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