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Unter dem Eindruck des amerikanisch-israelischen Überfalls auf den Iran kam es im März zu marktbreiten Kursrückgängen: Der S&P 500 verlor 4,98% und beendete das Quartal mit einem Minus von 4,33%, gerechnet seit dem Jahresbeginn. Der Dow Jones verlor noch deutlicher, hier ging es um 5,38% abwärts und seit Silvester stand ein Minus von 3,58% in den Büchern. Mein eigenes Depot verlor sogar 7,63% an Wert, es konnte aber seit Anfang Januar immer noch 1,17% zulegen. Warum der kräftige Wertabschlag? Ich bin stark in Stillhalterpositionen engagiert und Short-Optionen werden bei ansteigender Volatilität teurer. Das beschert mir zwischenzeitlich kräftige Buchverluste, selbst ohne dass Optionen ins Geld laufen. Mich interessieren aber weder Buchverluste noch -gewinne, sondern der Cashflow, den meine Investments abwerfen. Wenn ich später einmal von meinem Cashflow meinen Lebensunterhalt bestreiten möchte, muss mein Depot genügend Bares produzieren, diese Summe sollte von Jahr zu Jahr steigen. Erst in zweiter Linie zählt, wie groß mein Depot ist. Es sind nicht die Kursgewinne, sondern der stetig wachsende Einkommensstrom, von dem ich leben möchte, möglichst, ohne meine Investments anfassen zu müssen. Cashflow generiere ich aus Dividenden, Optionsprämien und gelegentlichen Aktientransaktionen. Betrachten wir zunächst die Dividenden.
Die März-Dividenden

Mit 4.081,51 Euro an Dividenden lag der März 2026 knapp 1,8% unter dem März des Vorjahres. Woran lag das? Fünf Unternehmen spielten eine Rolle:
- Erstens entfiel die monatliche Dividende von STAG Industrials, denn das Unternehmen zahlt in diesem Jahr nicht mehr monatlich, sondern quartalsweise. Und die erste Quartalsdividende folgt erst im April.
- Beim zweiten Unternehmen, Capital Southwest, ist es umgekehrt: Hier gab es vor einem Jahr über 450 Euro Quartalsdividende im März, aber inzwischen schüttet das Unternehmen jeden Monat Gewinne aus, was dann für den März nur eine Dividende von gut 167 Euro brachte.
- Das dritte Unternehmen, National Storage Affilitates, habe ich im November verkauft, hier fehlen gut 23 Euro Dividende.
- Einen weitaus größeren Brocken machen die fehlenden 473 Euro Dividende von SFL aus, die Aktie hatte ich im August 2025 verkauft.
- Und schließlich fehlen etwa 140 Euro Dividende von LyondellBasell, die Aktie flog im Februar aus dem Depot nach einer Fast-Halbierung der Gewinnausschüttungen.
Rechne ich alles zusammen, bin ich mit dem Minus von 1,79% im Vergleich zum Vorjahresmärz sehr gut aus der Kurve gekommen.
Kompensiert wurden die Einkommenseinbußen von 22 Dividendenanhebungen bei meinen Beteiligungen, wobei in der Tabelle die Aktie von Keppel DC REIT nicht auftaucht, denn die gesteigerte Dividende des REITs aus Singapur war zugleich die erste, die das Unternehmen mir überhaupt überwies.

Es stechen drei Dividendenanhebungen besonders hervor: Das Unternehmen Clear Secure, das auf biometrische Personenkontrollsysteme spezialisiert ist, steigerte die Gewinnausschüttung um 20%. Jeweils um 10% wurden die Dividenden bei NextEra Energy und bei BLADEX angehoben. BlackRock glänzte mit einer Anhebung um 9,98%, deutlich mehr als in den Vorjahren. Auch der Versicherer Old Republic ließ sich nicht lumpen, hier wurden 8,62% mehr ausgeschüttet. Alle anderen Unternehmen bewegten sich im unspektakulären Bereich. Der Gesundheits-REIT Community Healthcare Trust setzte seine quartalsweisen Anhebungen fort, daher sind die 0,52% Steigerung hier auf das vorangegangene Quartal bezogen.
Insgesamt brachte der März 58 Zahltage, das gesamte Quartal 110. Die Zahl der Dividendenanhebungen stieg auf 36. Betrachte ich das gesamte erste Quartal, so sind meine Dividenden um 1,27% gestiegen, kein berauschendes Ergebnis. Ich halte trotzdem an meinem Ziel, einer zehnprozentigen Einkommenssteigerung für das Gesamtjahr fest. Wie komme ich zu diesem Optimismus?

Mein projiziertes jährliches Dividendeneinkommen für die kommenden zwölf Monate stieg von 43.596,20 Dollar zum Jahresende auf 46.108,14 Dollar per 31. März 2026. Das entspricht einem Plus von 5,76% innerhalb von drei Monaten. Ende Februar hatte die Tachonadel bei 45.518,34 Dollar gestanden. Innerhalb eines Monats ging es mit dem projizierten Brutto-Dollar-Einkommen also um 1,29% aufwärts. Mit anderen Worten: Während gerade ein Viertel des Jahres verstrichen ist, ist mein Jahresziel bereits zu mehr als 57% erreicht.
Mein Ziel ist es, in diesem Jahr die Tachonadel wieder um 10% weiterwandern zu lassen, besser wäre es, sie sogar in Richtung 50.000 Dollar zu treiben, das ist eine schöne runde Summe. Aktuell erhalte ich voraussichtlich eine monatliche Dividendenrente von etwa 3.842 US-Dollar brutto – und zwar ohne, dass ich mein Kapital angreifen muss, bis an mein Lebensende, danach können sich meine Erben über dieses monatliche Einkommen freuen.

Meine Aktientransaktionen

Im März habe ich den Verkauf von 3.000 Aktien von Pax Global Limited umgesetzt. Am gleichen Tag habe ich meine ersten 500 Stück von China Mobile gekauft, der Aktie des Monats März, die ich in einem separaten Video bereits ausführlich porträtiert hatte. Nachgekauft habe ich bei BestBuy, bei HPQ, Mid America Apartments und General Mills. Da die Geschäfte in drei verschiedenen Währungen abliefen – Hongkong Dollar, Singapur Dollar und US-Dollar – habe ich in der rechten Spalte die jeweiligen Euro-Beträge angegeben. Insgesamt sind also netto etwa 8.994 Euro investiert worden. Finanziert wurden die Transaktionen aus dem Kassenbestand des Depots und aus realisierten Optionsgewinnen. Bekanntlich zahle ich ja seit Jahren kein frisches Kapital mehr auf mein Konto ein.
Meine dritte Cashflow-Quelle, der Optionshandel, brachte im März rund 3.160 Euro ein, rund 0,45% meines Kontoguthabens. Das ist kein überragendes Ergebnis, denn die Volatilität verharrt auf hohem Niveau, was das Erreichen der Gewinnziele bei Short-Optionen durch den verlangsamten Zeitwertverfall verzögert.
Für das zweite Quartal bleibe ich optimistisch. Ein gutes Dutzend weiterer Dividendenanhebungen wird im April kassenwirksam. Die neue Berichtssaison wird wieder die eine oder andere Nachkaufchance eröffnen und die anhaltend hohe Volatilität sorgt für überdurchschnittliche Prämieneinnahmen beim Verkauf von Optionen.
Also: Schöne Ostern, bleibt ausdauernd und geduldig, und passt aufs Geld auf!




