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Im Mai stiegen die amerikanischen Indizes kräftig, beflügelt von überdurchschnittlich guten Unternehmensergebnissen. Der S&P 500 konnte um 5,26% zulegen und markierte im Monatsverlauf auf Basis der Tagesschlusskurse elf neue Allzeithochs. Nicht ganz so dynamisch entwickelte sich mein Depot, die zeitgewichtete Rendite für den Mai lag bei 3,19%.
Wichtiger als der Wertzuwachs des Depots ist mir bekanntlich der Cashflow. Den generiere ich über mehrere Zahlungsströme. Da wären zunächst die Dividenden, die mir meine Unternehmensbeteiligungen überweisen.
Die Mai-Dividenden

Mit 2.610,77 Euro an Dividenden lieferte mir der Wonnemonat Mai in diesem Jahr knapp 46% mehr Dividenden als der Vorjahresmai. Meine asiatischen Beteiligungen an Sembcorp Industries oder auch der United Overseas Bank überwiesen mir erstmals Dividenden. Ich zählte im Mai 25 Zahltage, seit Jahresbeginn komme ich somit auf 165 Gewinnausschüttungen.
Mit 13.569,71 Euro Dividenden seit Jahresbeginn lag ich Ende Mai um 12,85% über den 12.023,81 Euro der ersten fünf Monate des vergangenen Jahres. Damit bin ich auf Zielkurs, auch in diesem Jahr 10% mehr Dividenden als im Vorjahr zu kassieren.
Erhöhte Gewinnausschüttungen überwiesen im Mai sechs Firmen:

Der Einzelhändler Williams-Sonoma beglückte mich mit 15,15% mehr Geld, dadurch komme ich mit meiner Position hier jetzt auf eine Kostenrendite von über 13%. Für einen REIT ungewöhnlich hoch fiel die Dividendenanhebung bei Tanger aus, hier gab es 6,84% mehr. Weniger spektakulär waren die Anhebungen bei Kinder Morgan, Agree Realty, Community Healhcare Trust und Air Products and Chemicals.
Im Juni stehen weitere acht Anhebungen im Kalender.
Eine Kürzung wurde verkündet, die kam aber nicht überraschend: Die Bäckereikette Flowers Foods strich die Dividende um 49,5% zusammen, für mich ein Grund, die Position komplett zu liquidieren.
Mein projiziertes jährliches Brutto-Dollar-Dividendeneinkommen hat sich von 46.377,64 US-Dollar Ende April auf 46.905,22 US-Dollar erhöht – eine Steigerung um 1,1% innerhalb eines Monats.


Diese Steigerung ist umso bemerkenswerter, da mir ja durch den Verkauf meiner 220 Aktien von Flowers Food zunächst einmal 217,80 Dollar jährlicher Dividende abhanden kamen. Im Monatsverlauf wurde dieses Minus aber durch Nachkäufe und Dividendensteigerungen mehr als kompensiert.
Gegenüber dem Schluss-Stand des letzten Jahres ist mein projiziertes Dividendeneinkommen damit bereits um mehr als 7,5% gestiegen, womit 75% meines Jahresziels also bereits erreicht sind.
Meine Aktientransaktionen
Einkommenssteigerungen kommen nicht nur durch die Dividendenanhebungen zustande. Ich reinvestiere die gezahlten Dividenden in bestehende und neue Positionen, solange ich nicht davon lebe.

Im Mai habe ich eine Position komplett aufgelöst: Flowers Foods kürzte wie erwartet die Dividende und musste darauf hin mein Depot verlassen. 1.311 Dollar Verlust brachte mir dieses Investment ein, im Verhältnis zu meiner Depotgröße ein verschmerzbares Minus von 0,148%. Zweimal habe ich bei Patria Investments zugeschlagen. 50 Stücke habe ich bei Best Buy nachgekaut und 100 Stück beim Verpackungsspezialisten Amcor.
Die Aktie des Monats
Es war angesichts der Kursrallye im Mai nicht einfach, eine Aktie des Monats zu finden. Letzten Endes habe ich mich für Domino’s Pizza entschieden.

Die Dividendenrendite ist zwar mit 2,54% niedriger als mein übliches Minimum, aber mich überzeugt die Gewinnwachstumsrate, die zielgerichtete Expansion und das Wachstumspotenzial insbesondere außerhalb der USA. Noch macht Domino’s Pizza über 93% seines Umsatzes in den Vereinigten Staaten. Insbesondere in China und Indien ist die Franchise-Holding mit starken Partnern vor Ort gut auf Wachstum ausgerichtet. Der Master-Franchisenehmer in China ist in Hongkong sogar börsennotiert. Mit einer Marge von 85% ist das Auslandsgeschäft außerdem extrem renditestark. In den vergangenen 15 Jahren wuchs der Gewinn pro Aktie um 17%, die Dividende um mehr als 10% pro Jahr. Die weltgrößte Fast-Food-Kette McDonald’s sieht im Vergleich mit diesen Zahlen eher blass aus.
Ich verspreche mir keine sensationellen Renditen, zumal das Restaurant-Geschäft ein zyklisches ist, das gerade eine branchenweite Konjunkturschwäche meisten muss. Aber mit gut 11% pro Jahr bin ich zufrieden und die Dividendensteigerungen können sich wegen der geringen Ausschüttungsquote von unter 40% des Gewinns pro Aktie auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Gerade wurde die Quartalsdividende von 1,74 auf 1,99 Dollar erhöht – ein Plus von 14,3%. Eini starkes Statement des Managements in diesen schweren Zeiten.
Die Stillhaltergeschäfte
Die dritte Cashflow-Quelle, meine Stillhaltergeschäfte, brachten mir im Mai nur 1.223 Euro ein, etwa 0,16% meiner Equity. 13 Trades wurden im Gewinn geschlossen, einer wurde gerollt und zwei Verluste wurden verbucht. Darunter war auch ein Put auf Flowers Foods, der der Komplettliquidation zum Opfer fiel.
Alles in allem kein spektakulärer Monat, aber ein durchaus zufriedenstellender. Der Juni verspricht schon jetzt Rekord-Dividendeneinnahmen – also: Weiter schön aufpassen aufs liebe Geld! Bleibt am Ball und lasst den Zinseszins seine Arbeit verrichten!




