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Das Jahr 2026 startete fulminant, die US-Märkte legten zunächst kräftig zu, um dann gegen Monatsende fast alle Gewinne wieder einzubüßen. Ursächlich hierfür ist eine seit Längerem anhaltende Tendenz zur Rotation in risikoaversere Investments, kurz: Raus aus den momentumgetriebenen KI-Aktien, rein in valuebasierte defensive Unternehmen. Der Trend hat sich insbesondere seit der Monatswende verstärkt. Für den Januar stand immerhin im S&P 500 noch ein Plus von 1,45% in den Büchern. Meine zeitgewichtete Rendite im Januar lag bei 4,62%. Defensive Werte, wie ich sie halte, profitierten von der neuen Risikoaversion überdurchschnittlich.
Die üblichen Renditemessungen sagen jedoch nichts über meinen Cashflow aus, der sich ja aus Dividenden, Verkaufserlösen für aufgelöste Aktienpositionen und Optionsprämien speist.
Betrachten wir zunächst die Dividenden.
Die Januar-Dividenden

2.612,41 Euro an Dividenden flossen mir im ersten Monat des Jahres zu. Das sind 4,83% mehr als im Januar 2025. Dass die Steigerung nicht sonderlich spektakulär ausfällt, hat drei simple Gründe: Zum einen hatte Alexandria Real Estate seine Dividende um 45% gekürzt. Zum zweiten wird die CME ihre Sonderdividende, die sonst immer im Januar gezahlt wurde, erst mit der regulären Quartalsdividende im März überweisen. Zum dritten gab es im Januar 2025 noch die Dividende von Innovative Industrial Properties, ein REIT, den ich im April 2025 verkauft habe. Insgesamt sehe ich mein Ziel, auch in diesem Jahr wieder zehn Prozent mehr Dividende zu kassieren, nicht in Gefahr.
Das Jahr begann mit 32 Zahltagen, d.h. mir haben 32 Unternehmen eine Dividende überwiesen. Darunter war eine Dividendenkürzung – die schon angesprochene Alexandria Real Estate, die inzwischen verkauft ist, aber für die ich noch Anspruch auf eine letzte Gewinnausschüttung hatte. Demgegenüber standen zwölf Dividendenanhebungen.
In der Tabelle enthalten sind die elf regulären Anhebungen, die zwölfte betraf die Sonderdividende des Versicherers Old Republic International. Hier gab es nämlich im Januar 2,50 Dollar, was gegenüber der Sonderdividende 2025 einer Steigerung um satte 25% entspricht. Aber mit Sonderdividenden kann man meist nicht kalkulieren, also lasse ich sie in der Statistik links liegen.

Die weltweit größte Media-Agentur Omnicom steigerte ihre Dividende um satte 14,28%, jedoch war das auch die erste Anhebung seit mehreren Jahren. Das ehemalige Sorgenkind Medical Properties Trust hat seine Gewinnausschüttung um 12,5% angehoben, von 0,32 auf 0,36 USD jährlich. Allerdings sollte man hier nicht vergessen, dass die Dividende vor drei Jahren noch deutlich höher lag – da gab es 1,16 Dollar jährlich. Bis dahin wird es noch ein langer Weg.
Die dritte zweistellige Gehaltserhöhung gab es von Iron Mountain, hier gab es 10,06% mehr als im Vorjahr. In meinem Konto rentiert die Aktie inzwischen mit fast 14% Cashflow auf meine ursprünglich investierte Summe, dazu kommen noch über 280% Kursgewinn. Spektakulär ist inzwischen auch die Kostenrendite auf meine volle Position in Main Street Capital. Hier erhalte ich jährlich über 28% der investierten Summe in Form von Dividenden zurück. Und auch hier liegen die Kursgewinne inzwischen bei fast 100%, was für eine Business Development Company ein hervorragender Wert ist.
Im Januar erreichte ich auch einen weiteren Meilenstein: Die Schallmauer von 200.000 Euro Dividende wurde durchbrochen. Von Juni 2013, als ich mit 10,12 Euro Dividende startete, bis Ende Januar 2026 flossen mir insgesamt mehr als 201.000 Euro an Dividenden zu, etwa 48% sämtlichen Geldes, das ich jemals auf mein Konto eingezahlt habe. Durch das Reinvestieren dieser Summe konnte ich mein Dividendeneinkommen kontinuierlich zweistellig pro Jahr steigern – und muss inzwischen nicht einen Cent mehr einzahlen, um weiter investieren zu können. Die Summen sind zum jeweiligen Tageskurs in Euro umgerechnet und inkludieren bereits den Quellensteuerabzug von 15% auf US-Aktien-Dividenden.


Mein projiziertes jährliches Dividendeneinkommen für die kommenden zwölf Monate stieg von 43.596,20 Dollar zum Jahresende auf inzwischen 44.392 Dollar, ein Plus von 1,82% innerhalb eines Monats. Mein Ziel ist es, in diesem Jahr die Tachonadel wieder um 10% weiterwandern zu lassen, besser wäre es, sie sogar in Richtung 50.000 Dollar zu treiben, das ist eine schöne runde Summe. Aktuell erhalte voraussichtlich ich eine monatliche Dividendenrente von knapp 3.700 US-Dollar brutto.
Einkommenssteigerungen kommen nicht nur durch die Dividendenanhebungen zustande. Ich reinvestiere die gezahlten Dividenden in bestehende und neue Positionen, solange ich nicht davon lebe.

Zum Monatsstart habe ich Aktien von Börsenneuling Versant eingebucht bekommen, die ich umgehend wieder veräußert habe. Das Unternehmen ist ein Spin-Off von Comcast und betreibt im Wesentlichen deren Kabelfernseh-Netz. An diesem unternehmerischen Auslaufmodell habe ich wenig Interesse und so flog die Aktie sofort aus dem Depot. Außerdem hat sich Alexandria Real Estate aus meinem Depot verabschiedet, hier habe ich etwas Geld auf dem Tisch gelassen, denn die Aktie wurde durch einen Covered Call abgerufen. Gewollt eingebucht wurden mir 500 Stück Medical Properties Trust (Kürzel seit Monatsbeginn übrigens MPT, nicht mehr MPW). Nachgekauft habe ich bei Mid-America Apartment Communities, bei HPQ und United Health. Außerdem habe ich meine Positionen außerhalb Amerikas vergrößert: Weitere 1.000 Stück Pax Global Technologies (327) wurden eingekauft. Außerdem noch einmal 200 Aktien von Sembcorp Industries (U96). Und neu ins Depot kam Singapore Telecom (Z74), kurz Singtel, hierzu gab es ein separates Video.
Cashflow konnte ich auch durch 15 geschlossene Optionspositionen vereinnahmen. Diese spülten gut 5.111 Euro in die Kasse, etwa 0,72% meines Kontoguthabens. Von den 15 Trades waren zwölf Gewinner, zwei waren Long-Positionen zur Absicherung, die naturgemäß im Verlust endeten und ein Covered Call lief ins Geld und wurde im Verlust geschlossen, um die Aktie zu behalten.
Insgesamt ein zufriedenstellender Jahresauftakt, der Lust macht auf mehr. Es gibt auch für Februar und März bereits Dividendenanhebungen, einige Einkäufe stehen auf der Agenda – dazu demnächst mehr. Was ich mit diesem Video sagen will: Der lange Atem lohnt sich. Je länger man das Spiel betreibt, desto stärker tritt der Zinseszins zutage.
Mehr Aktien plus mehr Dividendensteigerungen ergibt exponentielles Einkommenswachstum.
Das Ganze passiert in meinem Konto seit Jahren ohne zusätzliches „frisches“ Geld, sämtliche Investments werden vom Cashflow selbst bezahlt.
Viel Erfolg bei Euren Investments wünscht Nils Gajowiy.





